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REVOLVERHELD

Revolverheld
„Immer in Bewegung“
VÖ: 20.09.2013
„Was hat Revolverheld immer ausgemacht?
Wir machen Musik für Leute, die uns mögen, und das so gut es geht.
Wir sind eine Band, die immer schon unheimlich viel positive Energie hatte.
Wenn wir Konzerte spielen, dann gehen die Leute mit einem guten Gefühl nach Hause.
Was uns also ausmacht ist, dass wir den Menschen etwas Positives mit auf den Weg geben: Wir
machen Leute froh. Diese Gelassenheit und Lockerheit, all das, was in den letzten Jahren passiert ist:
Das wollten wir auf dieser Platte einfangen und bestmöglich umsetzen.“
Johannes Strate im Juni 2013
An Bewegung hat es Revolverheld noch nie gemangelt. Seit die Band vor nunmehr einem Jahrzehnt
zusammenfand und ihre ersten Proben in einem angesifften Proberaum unter der Hamburger S-Bahn
absolvierte, war sie eigentlich „immer in Bewegung“ – und bewegt damit zugleich einen selten
heterogenen Fankreis zwischen jung und alt, den sich so manche Band wünschen würde. Schon lange
sind Revolverheld angekommen in der Mitte der deutschen Pop- und Rockwelt, und doch sind sie sich
dabei stets treu geblieben. Darin liegt eine ihrer besonderen Stärken: Sie schaffen etwas aus sich
heraus, das, kaum veröffentlicht, auf sehr authentische Weise zu etwas Allgemeingültigem wird, zu
dem jeder einen Bezug aufbauen kann. Dazu muss man sich nur die nackten Tatsachen anschauen,
bestehend aus Goldenen und Platin-Schallplatten (zuletzt wieder 2010 für das dritte Album „In Farbe“
und die Single-Auskopplung „Halt dich an mir fest“), aus Top Ten-Platzierungen für alle drei bisherigen
Longplayer, aus sagenhaften sieben Top-30-Singles – darunter mit „Helden 2008“ auch die offizielle
Hymne zur Fußball-EM 2008 – und unzähligen ausverkauften Liveshows in der gesamten Republik.
Und doch gab es vor Beginn der Arbeit am neuen Album erstmals eine Zäsur. Frontmann Johannes
Strate nahm mit „Die Zeichen stehen auf Sturm“ Ende 2011 ein sehr persönliches, nachdenklichgetragenes
und von der Kritik gefeiertes Singer-/Songwriter-Soloalbum auf, Gitarrist Kristoffer
Hünecke lieferte 2012 mit „Diese Tage (feat. Dante Thomas)“ einen der Sommerhits des Jahres ab.
„Durch die Solosache habe ich die Erfahrung gemacht, wie es ist, selber den Leadgesang zu
übernehmen“, berichtet Kris. „Das hilft auch Revolverheld enorm, weil ich mich jetzt viel besser in
Johannes hineinversetzen kann. Außerdem war die Erfahrung wichtig, einmal etwas ganz allein zu
machen, was einen persönlich begeistert, und zu schauen, wie weit man damit kommt. Und weiß es
hinterher wieder umso mehr zu schätzen, was Revolverheld für uns alle bedeutet und was wir da
geschaffen haben: diese besondere Energie, die entsteht, wenn wir gemeinsam im Proberaum sind.“
Und Johannes ergänzt: „Mich hat die Soloplatte viel gelassener gemacht, weil danach der Druck nicht
mehr so groß war. Ich konnte mich einiger Ideen entledigen und mich danach wieder voll und ganz
auf Revolverheld konzentrieren, nachdem ich inhaltlich etwas ganz anderes gemacht habe.“
So kamen sie im letzten Jahr wieder zusammen – erfrischt, bereit und bis zum Anschlag aufgeladen
mit dieser außergewöhnlichen Begeisterung für die Sache, die auch ihre Fans so sehr an ihnen
schätzen: aufrichtige Musik und kraftvolle Texte; Songs, die sofort unter die Haut gehen und sich dort
festsetzen. „Wir haben uns vor diesem Album zusammengesetzt und den Charakter von Revolverheld
definiert“, so Drummer Jakob Sinn. „Was wollen wir eigentlich? Wir wollen Musik machen, die höchst
authentisch ist. Für dieses Album wollten wir nur Dinge zulassen, hinter denen jeder uneingeschränkt
stehen kann. Wenn es irgendwo Zweifel gab, aus welchen Gründen auch immer, dann wurde ein
Song, selbst wenn er richtig gut war, unmittelbar aussortiert. Da waren wir echt eisenhart.“
Hört man sich nun ihre vier Alben – „Revolverheld“ (2005), „Chaostheorie“ (2007), „In Farbe“ (2010)
sowie das neue Werk – chronologisch an, wird einem bewusst, wie sehr die vier gemeinsam zu
Männern gewordenen Jungs stets in Bewegung waren. Sicher: Es gibt einen klar umrissenen Kern
ihres Tuns, und doch finden sie immer neue Nuancen, klangliche Texturen und inhaltliche Ansätze. Es
geht weiter, nach vorne: in die Leichtigkeit, dies aber mit jederzeit spürbarem Hunger auf den
nächsten großartigen Song. Und hinein in das Selbstverständnis zu wissen, was man kann.
„Du machst erst dann authentische Musik, wenn du Songs hast, mit denen du gern auf die Bühne
gehst, sie spielst und im selben Moment absolut spürst. Und wenn du dann noch vom Publikum das
zurück bekommst, was du dir mit dem Song wünschst“, weiß Kris. „Mit dieser Prämisse sind wir auch
durchaus kritisch umgegangen und haben uns gefragt, wo wir in der Vergangenheit vielleicht mal
falsch lagen oder zu sehr um die Ecke gedacht haben. So kamen wir auf die Essenz dessen, was diese
Band für uns ausmacht, und haben diese dann umgesetzt.“ Johannes ergänzt: „Das ist das Schöne:
Nach drei Alben kehrt eine gewisse Gelassenheit ein, dass man sich nichts mehr zu beweisen hat. Wir
haben jetzt drei Mal den Kopf durch die Wand gesteckt; dieses Mal wollten wir vielmehr schauen, was
von den Wänden zurückprallt, wenn man Dinge einfach mal passieren lässt.“ – „Wir wollten einen
Schritt machen, uns weiter entwickeln und einmal ganz neue Wege zu guten Songs gehen“, sagt
wieder Kris. So, wie sie sich auch im Gespräch gegenseitig die Bälle zuspielen, miteinander in einen
Dialog treten und Gedanken entwickeln: So stellt man sich auch ihre Arbeit im Studio vor.
Für die Aufnahmen zogen Revolverheld dieses Mal Philipp Steinke (Bosse, Boy) als Produzent heran.
Johannes Strate hatte mit ihm bereits sein Soloalbum aufgenommen, er kennt die Band schon seit
langem. In ihm fand das Quartett einen Vertrauten, dem es gelang, Revolverheld behutsam in neue
Richtungen zu lenken, an Grenzen zu bringen und sie in dem Mut zu unterstützen, Dinge frisch und
anders anzudenken. Johannes: „Wir haben uns mit Philipp diesmal bewusst für einen eingreifenden
Produzenten entschieden, der an Punkten, wo er Verbesserungsvorschläge hat, auch mal klare
Ansagen macht. Philipp ist der Band schon lange als Freund verbunden, war mit uns auf Tour und
kennt unsere Historie. Also haben wir ihn schon früh ins Boot geholt und mit ihm Arrangements
entworfen. Da waren wir als Band auch sehr uneitel und haben überhaupt keine Berührungsängste
gezeigt, selbst wenn er mal einen Song komplett auf links gedreht hat.“
Das Ergebnis gibt ihnen Recht: „Immer in Bewegung“ ist ein wunderbar vielseitiges Album geworden.
Die Atmosphäre des Albums reicht von zarten, gefühlvollen Momenten mit simplen, aber kräftigen
Zeilen („Worte die bleiben“) über große Melancholie in vielschichtiger Instrumentierung („Lass uns
gehen“) bis zu peitschenden, mit stimmungsvollen Effekten aufgeladenen Nach-vorne-Rockern („Wir
schmeißen unsere Herzen ins Feuer“). Und immer wieder: Diese klaren, starken Sätze, zu denen jeder
sofort eine Verbindung aufbauen kann – wie in der ersten Single „Das kann uns keiner nehmen“: „Die
einen sind geblieben und jeden Abend hier / Meine erste Liebe ist viel zu fein dafür / Wir sind wirklich
so verschieden, und kommen heut von weit her / Doch unsere Freundschaft ist geblieben, denn uns
verbindet mehr“. Lässt sich der Wert einer Freundschaft, dieses besonderen Guts, das auch diese vier
ambitionierten Menschen zu einer außergewöhnlchen Einheit geformt hat, gefühlvoller in Worte
kleiden? Wohl kaum – und so verhält es sich auch mit allen anderen Themen des Albums: Sie sind
unheimlich nah am Hörer, seinen Lebensrealitäten, Bedürfnissen und Wünschen – und damit der
perfekte Soundtrack für alles zwischen Alltag, Freizeit und der puren Lust auf Leben. Wie heißt es im
Titelsong des Albums so treffend? „Wir sind die Masse, Liebe, Freude / und ich lasse meine Angst
mich nicht besitzen / sondern laufe zu den Blitzen.“
Ja, Revolverheld sind und bleiben in Bewegung – und treffen damit den Nerv bald jedes Menschen,
der über seine Existenz nachdenkt, sich reflektiert und daraus seine hoffentlich lebensbejahenden
Schlüsse zieht. Exakt das haben Revolverheld über das vergangene Jahr getan und ihre Gedanken und
Ideen zu zwölf Songs gebündelt, die in ihrer Dringlichkeit und Kraft ein neues Kapitel für sie bedeuten.
Die Weichen für das zweite Jahrzehnt Revolverheld sind gestellt, der Zug nimmt Fahrt auf, nachdem
sie für eine Weile innegehalten und sich hinterfragt haben. „Es ist doch etwas unheimlich Positives,
nicht in den alten Mustern und Strukturen festzuhängen“, sagt Johannes. „Wie schön ist es, mit
seinem eigenen Leben aktiv umzugehen, sich Neues anzuschauen. Genau das ist mit uns passiert: Wir
waren ständig unterwegs, es hat sich wahnsinnig viel verändert in den zehn Jahren. Was andererseits
ja auch wieder das Problem meiner Generation der Mitt-Dreißiger ist: Man muss sich ständig
bewegen, wenn man den Anschluss nicht verpassen möchte. Beruflich, privat, in Beziehungen zu
anderen Menschen: Immer muss der Kopf wach sein, alles ist hektisch und verändert sich, man findet
kaum noch Ruhe. Diese zwei Seiten der Bewegung aufzudröseln, sie zu hinterfragen und für sich
selber gute Erkenntnisse raus zu ziehen: Das ist die Bestimmung und das Ziel dieser Platte.“ Eine
Platte, die uns bewegen wird. Und zu einem Begleiter für all die Momente, in denen man droht, sich
wieder einmal im Wust der täglichen Mails und Textnachrichten, Optionen und Erlebnisdringlichkeiten
zu verlieren. Wenn es so kommt: Einfach mal hinsetzen und „Immer in Bewegung“ hören. Danach
fühlt man sich besser – und vor allem nicht mehr so allein mit seinem Druck.

Upcoming shows:


Past shows:

02.07.2016 - REVOLVERHELD @ Schaan (LI)
12.12.2015 - REVOLVERHELD @ Schruns (A)
23.08.2014 - REVOLVERHELD @ Linz (A)
23.08.2014 - REVOLVERHELD @ Linz (A)